Chemie-Exkursion zur Uni Wuppertal

Am Mittwoch, den 15.07.26 unternahm unser Chemiekurs gemeinsam mit Frau Anders und Frau Prangs eine Exkursion zur Universität Wuppertal. Der Tag begann um 9:00 Uhr, als wir von dem Laborleiter der Universität begrüßt und über den Ablauf des Tages informiert wurden. Das Thema der Exkursion war der Klimawandel sowie mögliche Lösungsansätze, um ihm entgegenzuwirken.

Dazu wurden wir in vier Gruppen eingeteilt, die sich jeweils mit einem unterschiedlichen Lösungsansatz beschäftigten.

Die erste Gruppe befasste sich mit dem Treibhauseffekt und untersuchte, wie sich CO₂ auf die Temperatur auswirkt. Dafür nutzten sie zwei Infusionsbeutel. Einer war mit normaler Luft gefüllt, der andere mit CO₂. Anschließend wurden beide Beutel mit einer Taschenlampe beleuchtet, die die Sonne darstellen sollte. Während des Versuchs wurde gemessen und beobachtet, in welchem Beutel die Temperatur schneller anstieg. So konnten die Auswirkungen von CO₂ im Vergleich zu normaler Luft veranschaulicht werden.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit den Fragen, welche Auswirkungen Stickoxide auf die Umwelt haben und wie sich deren Ausstoß verringern lässt. Dafür bauten sie ein Modell eines Hochofens auf, bei dem Glaswolle, Tongranulat, Eisenoxidgranulat und Aktivkohle geschichtet und anschließend von außen mit einem Bunsenbrenner erhitzt wurden. Danach wurde Sauerstoff eingeleitet und durch die Schichten geleitet, wodurch die Aktivkohle zu glühen begann. Anschließend führten sie ein weiteres, ähnliches Experiment durch. Bei beiden Versuchen entstand Eisen, und zum Abschluss konnte mithilfe einer Knallgasprobe Wasserstoff nachgewiesen werden.

Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Carbon Capture and Storage. Sie untersuchte, ob sich Aktivkohle zur Speicherung von CO₂ eignet. Dafür wurden Aktivkohle und CO₂ zusammengeführt und anschließend beobachtet, wie viel CO₂ nach dem Versuch noch vorhanden war. Danach wurde die Aktivkohle erhitzt, um die Speicherung des CO₂ weiter zu untersuchen.

Die vierte und letzte Gruppe führte einen Versuch zur Photoreformierung von Ethanol durch. Hierbei bestrahlten sie eine Suspension aus Ethanol, Titandioxid (TiO₂) und einem Rührfisch mit einer UV-Lampe und führten anschließend ebenfalls eine Knallgasprobe durch.

Nach den Experimenten bot das gemeinsame Mittagessen in der Unimensa die Gelegenheit, einen Einblick in das Studentenleben zu gewinnen. Anschließend präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse und tauschten sich über ihre Erkenntnisse aus. Zum Abschluss diskutierten wir gemeinsam, welche Möglichkeiten es gibt, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Insgesamt war die Exkursion eine spannende und abwechslungsreiche Erfahrung. Besonders interessant war die Möglichkeit, Experimente durchzuführen, die im Chemieunterricht an der Schule so nicht möglich sind. Auch der Aufenthalt auf dem Campus und das gemeinsame Mittagessen in der Mensa boten einen interessanten Einblick in das Universitätsleben – selbst für diejenigen, die sich sonst weniger für Chemie begeistern.