Erdkunde-Unterricht auf dem Bauernhof
Gegen Ende des Schuljahres unternahmen unsere drei sechsten Klassen spannende Exkursionen zur Familie Bredtmann auf dem Gut Lüpkesberg in Velbert-Neviges. Dort erfuhren wir viel über die Landwirtschaft und konnten viele Arbeiten selbst ausprobieren.
Zu Beginn drehte sich alles um verschiedene Getreidesorten. Mit einer einfachen Eselsbrücke lernten wir, Gerste und Roggen zu unterscheiden: Gerste hat ein großes „G“ und deshalb lange Grannen, Roggen ein kleines „g“ und deshalb kurze Grannen. Außerdem erfuhren wir, woran man Dinkel und Weizen erkennen kann. Besonders interessant war, dass wir aus Getreidekörnern selbst Mehl herstellen durften. Dabei merkten wir schnell, wie anstrengend das Mahlen mit einer Handmühle oder einem Mörser früher gewesen sein muss.
Anschließend stellten wir Butter her. Dafür mussten wir Sahne kräftig schütteln – eine echte Herausforderung, die aber für viel Gelächter sorgte. Das Beste kam zum Schluss: Unsere selbstgemachte Butter durften wir gemeinsam mit Knäckebrot probieren. Alle waren sich einig: Sie schmeckte besonders lecker!
Danach ging es zu den Rindern. Wir fütterten die Tiere mit Grundfutter und durften ihnen sogar etwas von unserem selbst gemahlenen Mehl aus der Hand geben.
Zum Abschluss besuchten wir die mobilen Hühnerställe. Einige Hühner wurden vorsichtig herausgeholt, und wer wollte, durfte eines auf den Arm nehmen. Dabei lernten wir auch etwas Überraschendes: Die Farbe der Eier ist genetisch festgelegt und lässt sich an der Farbe der Ohrscheiben der Hühner erkennen.
Die Exkursionen waren spannend, lehrreich und haben allen viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns herzlich bei der Familie Bredtmann für die interessanten Einblicke in die Arbeit auf ihrem Bauernhof.



