Spannende Einblicke in besondere Berufe
Für die sogenannten Berufsfelderkundungstage haben unsere Schüler Moritz Kartheuser und Thomas Renat aus der 8. Klasse besondere Wege auf sich genommen. Moritz besuchte den EU-Parlamentarier Moritz Körner in Straßburg und Thomas die Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT in Hamburg. Ihre Eindrücke haben sie hier festgehalten:
Auf Berufsfelderkundung im EU-Parlament
Meinen zweiten Berufsfelderkundungstag habe ich im EU-Parlament in Straßburg absolviert.
Dort war ich bei dem Politiker Moritz Körner zu Besuch und durfte ihn in seinem Arbeitsalltag begleiten.
Der Tag begann damit, dass ich um 7:45 Uhr mit dem EU-Shuttle zum Parlament gefahren wurde. Dort musste ich zunächst durch eine Sicherheitskontrolle gehen und mich einchecken. Danach ging es direkt mit einem Fernsehtermin weiter, bei dem ich mich im Studio mit der Moderatorin unterhalten konnte.
Nach dem Fernsehtermin wurde mir das gesamte Parlament gezeigt. Dabei ist mir be sonders aufgefallen, wie beeindruckend das Gebäude an vielen Stellen aussieht. Mein persönliches Highlight war, dass ich einen Blick in den leeren Plenarsaal werfen durfte.
Zum Schluss habe ich noch bei einer Debatte sowie den Abstimmungen zum Thema Haushalt zugehört. Dabei ist mir aufgefallen, wie hitzig die Diskussionen im Parlament manchmal werden können.
Abschließend kann ich sagen, dass ich den Beruf als Politiker sehr anstrengend finde und dass dieser Job deutlich schwieriger ist, als man vielleicht denkt. Durch die Berufsfelderkundung im Rahmen von KAoA konnte ich viele interessante Einblicke in den Berufsalltag eines Politikers gewinnen.
Moritz Kartheuser, Klasse 8D

Mein Berufsfelderkundungstag am Fraunhofer Institut IAPT Hamburg
Begonnen hat der Tag damit, dass wir nach Hamburg gefahren sind. Als wir dort angekommen sind, wurde ich zunächst von Prof. Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa, dem Institutsleiter herumgeführt. Während der Führung durch die Forschungshallen durfte ich alle Hochleistungslaser, die verschiedenen Roboter und Druckanlagen des IAPT Hamburg besichtigen. Dort steht auch der weltgrößte 3D Drucker, den ich ebenfalls besichtigen durfte. Dieser alleine füllt eine ganze Produktionshalle. Zuletzt wurde dort am Bau von Schiffsteilen für die Meyer-Werften geforscht. Im Anschluss an die Besichtigung der Forschungshallen ist der wissenschaftliche Mitarbeiter Umur A. mit mir durch das Institut gegangen. Als erstes haben wir einen eigenen Legostein skizziert und haben diesen dann mit einem Programm am PC digital nachgebaut. Daraufhin haben wir den Legostein, einen voll beweglichen Drachen und ein Kugellager selber drucken dürfen. Nach einem kleinen Mittagessen waren die 3D gedruckten Sachen auch schon fertig. Anschließend haben wir einen anderen 3D Drucker auseinandergebaut, gefettet und gewartet. Dann hat Umur A. mir gezeigt wie er das Gehäuse des Druckers auseinandernimmt und Laser mit einbaut, damit er seine Forschungsarbeiten mit dem 3D Drucker durchführen kann, da es diese Geräte so natürlich im Handel nicht zu kaufen gibt. Nachfolgend haben wir noch einen Fehler bei einem anderen Drucker behoben. Dann war es auch schon 16 Uhr und mein Berufsfelderkundungstag ging zu Ende.
Der Tag im Fraunhofer IAPT (Institut für Additive Produktionstechnologien) war sehr spannend. Ich habe sehr viel dazu gelernt, besonders viel über 3D Drucker. Nicht nur habe ich gezeigt bekommen, dass man mit unterschiedlichen Materialien drucken kann, sondern auch, dass man z.B. medizinische Implantate damit erstellen kann. Darüber hinaus war es extrem interessant zu erfahren, dass man auch mit ganz anderen Materialen, z.B. mit Eisenpulver einen 3D Druck erstellen kann. Bei dem Vorgang schießt ein Laser seine Strahlen in ein Pulverbett, dann trägt ein Roboter eine weitere Schicht Pulver auf, dann fährt der Laser noch einmal darüber und schmilzt mit seinen Strahlen das Pulver. Dieser Vorgang wird dann wiederholt, solange bis das Produkt schichtweise aufgebaut und gefertigt ist. Diese spannende Produktionstechnologie kann man nur in hermetisch abgeriegelten Reinräumen durchführen und braucht dafür spezielle Schutzanzüge und Masken.
Alles in allem ein wirklich gelungener Tag voll neuer Informationen und eine tolle Erfahrung dazu.
Thomas Renat, Klasse 8A