Suchtprävention (und Krisenintervention) am NEG

Historisches:

Seit 1984 gibt es die Suchtprävention als Thema am NEG. Seinerzeit wurden Herr Uebachs und Herr Langnickel mit der Ausgestaltung beauftragt.

Ein paar Jahre danach gab es erste Forschungsansätze mit so genannten peer-groups in der Suchtprävention: speziell ausgebildete Schüler sollten ein niederschwelliges Angebot zur Suchtprävention machen.

In der Folge wurde 1989 das „Schüler-Drogenprojekt“ nach Anregung durch das Velberter Jugendamt am NEG beschlossen und 1990 in Zusammenarbeit mit Jugendamt und Ginko in Mülheim (www.ginko-ev.de) von Herrn Langnickel (Beratungslehrer) ins Leben gerufen. Er betreute seitdem das Projekt, dessen Mitglieder alle paar Jahre wechselten und im Raum N5 (später N6) einen Arbeits- und Beratungsraum einrichteten.

Das Projekt befasste sich aus gegebenem Anlass zunächst mit Sekundärprävention (für Schülerinnen und Schüler, die schon Kontakt mit Drogen haben) und entwickelte Konzepte für die Beratung und Betreuung von Mitschülern auch in suchtunabhängigen schwierigen persönlichen Situationen. Dabei wurde ein breites Netz von Hilfsmöglichkeiten gefunden und Kontakte geknüpft zu den Sozialen Diensten und Jugendzentren der Stadt Velbert, zu Ärzten, Psychologen und Fachabteilungen der Krankenhäuser am Ort.

Wechselnde Mitglieder des Projekts brachten neue Ideen und Konzepte, so dass mehr und mehr die Primärprävention (Suchtvorbeugung) in den Vordergrund der Arbeit rückte.

Neue Erkenntnisse der Forschung ließen das Alter der Zielgruppe immer weiter sinken, so dass die ursprüngliche Arbeit für Oberstufenschüler sich immer mehr zur Arbeit mit den Klassen 7 und demnächst 6 veränderte und verändert.

Dazu fanden regelmäßig mit Unterstützung des Jugendamts  Fortbildungsveranstaltungen für die Projektmitglieder statt.

 

Aktuelles:

Nach 18 Jahren erfolgreicher Arbeit des Projekts mit großem Engagement und teilweise hohem Zeit-, Energie- und Nerveneinsatz der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler läuft die Arbeit jetzt aus. Die hohe zeitliche Belastung der Projektteilnehmer durch die vielen Reformen in der Schule lassen eine sinnvolle Fortbildung und die zeitaufwändige Arbeit mit Schülern in schwierigen Situationen nicht mehr in wünschenswertem Maß zu.

 

Zukünftiges:

So wird dann zunächst die Unterstützung von Schülern in schwierigen persönlichen Situationen wieder so angeboten, wie sie ursprünglich begonnen hatte: Herr Langnickel als Beratungslehrer (Der Beratungsraum wurde vom Raum N6 in den Raum E43 verlegt!) und natürlich die Klassenlehrer und auch die übrigen Fachlehrer und die Schulleitung stehen den Schülerinnen und Schülern unserer Schule mit Rat und Tat zur Seite.

Und wenn die Auswirkungen der Reformen sich etwas gesetzt haben werden, wäre es schön, wenn sich wieder Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 fänden, denen die Unterstützung ihrer Mitschüler ein Anliegen ist. Herr Langnickel freut sich auf Interessenten.