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Ein Mahl für alle

NEG-Pakete bei der Tafel

von Katharina Erschov

Schöne Bescherung – am liebsten für alle. Gerade weil das Diakonische Werk eine Einrichtung von evangelischen Kirchengemeinden und ein Verband der freien Wohlfahrtspflege ist, hat es sich eine Devise besonders auf die Fahne geschrieben: Menschen in Not zu helfen und soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen.

Die Begriffsklärung von „Diakonie“ zeigt, „dass darunter der Dienst am Menschen im kirchlichen Rahmen gemeint ist“, sagt Jens Blumberg, Religionslehrer am Nikolaus-Ehlen-Gymnasium. Seit mehr als 50 Jahren bietet die Diakonie die vielfältigsten Dienstleistungen im sozialen und pflegerischen Bereich an. Dazu gehört auch das Projekt, das es mittlerweile flächendeckend in ganz Deutschland gibt: „Die Tafel“. Jeder hat bereits davon gehört und mancher, vielleicht schon zur Mittagszeit, das Alte Vereinshaus in Langenberg so belebt wie nie zuvor gesehen. Rund 80 bis 100 Bedürftige sind eingeladen, gegen einen Obolus von 50 Cent Lebensmittel einzukaufen und zudem vor Ort ein warmes Mittagessen einzunehmen. Seit mittlerweile drei Jahren engagiert sich auch das NEG für die Bedürftigen. Zur Weihnachtszeit werden Lebensmittelpakete für Haushalte mit zwei bis fünf Personen gepackt. Hier dürfen alle haltbaren Lebensmittel in die Kiste wandern. „Vor Ort etwas Gutes tun“ lautet die Devise des NEG.

Initiiert wurde diese Aktion an der Schule von Tiziana Floridia: „Damit alle in Velbert ein möglichst komplettes Weihnachtsessen haben.“ „Vergangenes Jahr hatten wir eine sehr erfolgreiche Aktion. Diesmal konnten wir der Tafel sogar 111 Pakete spenden“, freut sich Jens Blumberg. Das Ergebnis belegt, dass viele Jugendliche motiviert sind, einen guten Zweck zu unterstützen. Gemeinsam mit den Lehrern hat die Jahrgangsstufe 12 die „Bescherung“ schließlich an die „Tafel“ übergeben.

Verantwortung übernehmen und Solidarität üben, ganz gleich, ob diejenigen, denen Hilfe gebührt nun Sozialhilfeempfänger sind, arbeitslos, bedürftig oder Rentner. „Christ sein bedeutet für mich, auch für andere da zu sein“, sagt der Religionslehrer Jens Blumberg. Dass sein Credo bei den Schüler/innen angekommen ist, beweist die Anzahl der Hilfspakete.

Zukünftig soll es am NEG eine Arbeitsgruppe für Hilfsprojekte geben. „Die Schüler müssen sich dann zwar nicht regelmäßig treffen, aber immer dann, wenn gerade etwas ansteht“, so Jens Blumberg. Zahlreiche Hilfsprojekte und Spendenaktionen sind in der Schule schon auf fruchtbaren Boden gefallen: die Spende für Haiti, Aids-Hilfe und Aktion Tagwerk. „Die Schüler können diese Projekte zukünftig selbst in die Hand nehmen und ihre Ideen umsetzen.“

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