Theaterprojekt des Literaturkurses Stufe 12: „Akte 09 – Die Physiker“
Nachdem wir im ersten und zum Teil auch im zweiten Halbjahr eigene Geschichten und Gedichte verfasst hatten, begannen wir im März- etwas verspätet- mit der Planung unseres eigenen Theatervorhabens.
Um ein geeignetes Thema zu finden stellte jeder von uns ein Stück vor; darunter „Kabale und Liebe“, „Der Besuch der alten Dame“ oder auch „Die Dreigroschenoper“.
Wir einigten uns schließlich auf „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt, da dieses Theaterstück ein aktuelles Thema behandelt: Die Bedrohung der Menschheit durch die Folgen der Wissenschaft (Atombombe).
Von nun an verlegten wir unseren Unterricht in die Aula um von Anfang an auf der Bühne proben zu können. Außerdem bekamen wir Unterstützung durch den Theaterfachmann Jo Rabe, der selbst schon als Autor, Regisseur und Schauspieler tätig war. Mit ihm ließen wir eine Neuinterpretation der „Physiker“ entstehen. Dieser Prozess gestaltete sich zunächst schwierig, da wir einen neuen Aspekt des Stücks finden und ausarbeiten wollten. Zum zentralen Thema unserer Interpretation machten wir die Frage „Was ist wahr und was nur Schein?“. Die Zuschauer sollten durch das Hinterfragen der von uns konstruierten Handlungsebenen selbst zu einer Antwort gelangen.
Zur Umsetzung dieses umfangreichen Projekts war von allen viel Engagement gefragt, denn es galt, in relativ kurzer Zeit ein anspruchsvolles Stück auf die Bühne zu bringen. So trafen wir uns sehr häufig am Wochenende und auch in den Ferien und gestalteten nach und nach mit eigenen Requisiten das passende Bühnenbild.
Langsam war unser Stück „Akte 09 – Die Physiker“ bereit für die Bühne und wir erwarteten die Premiere am 23. Juni 2009 mit wachsender Spannung.
Im Vorverkauf der Eintrittskarten zeigte sich bereits das rege Interesse an unserer Arbeit und so konnten wir unser Theaterstück vor großem Publikum uraufführen. Trotz Nervosität unterliefen uns keine nennenswerten Fehler. Das Publikum zeigte sich begeistert und die eingeladene Presse belohnte uns mit einer durchweg positiven Kritik.
Auch die zweite Aufführung am 29. Juni 2009 wurde ein Erfolg, obwohl nun der Reiz der Premiere verflogen war.
Sowohl am 23. als auch am 29. Juni bewirteten wir im Anschluss unsere Gäste mit Sekt und Kuchen und ließen gemeinsam mit ihnen die unterhaltsamen und aufregenden Abende ausklingen.
Für die schöne, produktive, wenn auch stressige Zeit, in der wir viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnten, möchten wir uns noch einmal bei allen Mitwirkenden und besonders bei Frau Szymczak und Jo bedanken.
Marie Louis & Inga Wilke
