Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung im Sportunterricht erfolgt auf mehreren Ebenen.
Bei der punktuellen Überprüfung werden alle Schüler nach einem bestimmten Unterrichtsabschnitt vor die gleiche Anforderung gestellt. Sie ermöglicht eine objektive Rückmeldung über Lernerfolge, indem sie Handlungsergebnisse erfasst, die von allen SchülerInnen unter vergleichbaren Bedingungen erbracht werden.
Das Beobachten im Unterricht ermöglicht dem Lehrer die Lernfortschritte des Schülers zu erkennen und über ständiges Feedback positiv zu beeinflussen. Des Weiteren werden die SchülerInnen ständig in ihrer Leistungsbereitschaft wahrgenommen. Gerade sportmotorisch schwächere SchülerInnen können hier zeigen, dass sie sich anstrengen und in ihren Möglichkeiten Lernerfolge erzielen.
Beiträge zur Unterrichtsgestaltung können zum einen darin bestehen, dass Unterrichtsgegenstände (Turngeräte, Sprunganlagen) schnell aufgebaut werden, zum anderen aber auch, dass sich Schüler bei der Durchführung von Übungen helfen und sichern. In beiden Punkten können SchülerInnen durch umsichtiges Handeln ihre soziale Kompetenz zeigen und den Unterrichtsablauf positiv gestalten. Zusätzlich können SchülerInnen Teile des Sportunterrichtes übernehmen, indem sie z.B. Übungen vormachen. So können SchülerInnen, die Fachwissen an anderer Stelle (Sportverein) erworben haben, motiviert werden, wenn sie durch ihr Wissen ihre Mitschüler als Experten anleiten können. Ähnliches ist auch durch vorbereitete Referate möglich.
Durch ihre Beiträge zu Unterrichtsgesprächen können SchülerInnen nachweisen, dass sie eine Aufgabenstellung oder ein Problem verstanden haben, Kenntnisse sachlich und terminologisch richtig wiedergeben und reflektiert anwenden können und dass sie in der Lage sind, Ergebnisse übersichtlich strukturiert zusammenzufassen.
Das Anfertigen von Protokollen gehört zum Einüben studienvorbereitender Arbeitstechniken, wie z.B. konzentriertes Beobachten und Zuhören. Diese besondere Übungsgelegenheit bietet sich auch im Sportunterricht auf der Übungsstätte, und zwar vor allem für SchülerInnen, die zeitweise sportunfähig sind und am Sportunterricht nicht bewegungsaktiv teilnehmen können.
Hausaufgaben können die Arbeit im Unterricht ergänzen. Sie dienen einerseits seiner Vorbereitung und andererseits der Festigung und Sicherung des dort Erarbeiteten. Im Fach Sport können sie auch bewegungsbezogen gestellt werden und sich z.B. auf eine Übungs-, Gestaltungs- oder Trainingsaufgabe beziehen.
Eher selten doch generell möglich sind auch schriftliche Übungen. Sie ermöglichen die Überprüfung von Kenntnissen, die im Verlauf des Lern- und Übungsprozesses vermittelt wurden. Ihre Aufgabenstellung muss sich unmittelbar aus dem Unterricht ergeben und so begrenzt sein, dass für ihre Bearbeitung keinesfalls mehr als 30 Minuten erforderlich sind.
